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ACK gratuliert Created by Jens D. Haverland  | 

70. Geburtstag: Erzpriester Radu Constantin Miron

Erzpriester Radu Constantin Miron beim Festakt zum 75-jährigen Jubiläum der ACK Deutschland in Magdeburg.

Die ACK gratuliert ihrem früheren Vorsitzenden, Erzpriester Radu Constantin Miron, zu seinem 70. Geburtstag und würdigt sein ökumenisches Wirken.
3 Minuten

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gratuliert ihrem früheren Vorsitzenden, Erzpriester Radu Constantin Miron, zu seinem 70. Geburtstag. Mit großer Dankbarkeit würdigt die ACK einen der prägenden Gestalter der multilateralen Ökumene in Deutschland, der seit über mehr als vier Jahrzehnten den Dialog der Kirchen mit theologischer Klarheit, geistlicher Tiefe und unermüdlichem persönlichen Einsatz entscheidend mitprägt.

Prägender Gestalter der Ökumene

Als Delegierter, Vorstandsmitglied und schließlich Vorsitzender der ACK in Deutschland hat Radu Constantin Miron die Arbeit der Ökumene nachhaltig geprägt. Während seiner beiden Amtszeiten als Vorsitzender von 2019 bis 2025 führte er die ACK durch eine Zeit außergewöhnlicher Herausforderungen: die Corona-Pandemie, den Dritten Ökumenischen Kirchentag, die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Karlsruhe, das 75-jährige Jubiläum der ACK, die fünfjährige Vorbereitungszeit zum Jahrestag der Ersten Glaubenstaufe sowie die Vorbereitung des Jubiläums 1700 Jahre Konzil von Nizäa. Zugleich galt es, auf gesellschaftliche Polarisierung, den Krieg gegen die Ukraine und tiefgreifende Veränderungen der religiösen Landschaft in Deutschland ökumenische Antworten zu finden.

Gratulation des amtierenden Vorsitzenden

Der amtierende Vorsitzende der ACK in Deutschland, Reverend Christopher Easthill, gratuliert seinem Amtsvorgänger:

»Erzpriester Radu Constantin Miron gibt der Ökumene in Deutschland seit vielen Jahrzehnten ein unverwechselbares Gesicht. Mit großer geistlicher Weite, theologischer Urteilskraft und menschlicher Zugewandtheit baut er Brücken zwischen den Kirchen und schafft Räume des Vertrauens. Sein Wirken ist stets von der Überzeugung getragen, dass christliche Einheit nicht durch Gleichförmigkeit entsteht, sondern durch das gemeinsame Hören auf das Evangelium und den respektvollen Austausch unterschiedlicher Traditionen.

Besonders in Zeiten gesellschaftlicher und kirchlicher Verunsicherung hat er Orientierung gegeben und unbeirrbar an der Kraft des Dialogs, des gemeinsamen Gebets und der Versöhnung festgehalten. Sein Dienst in der ACK war geprägt von Klugheit, Integrität, Ausdauer und einer tiefen Liebe zur Kirche Jesu Christi.

Im Namen aller 25 Gast- und Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland und auch ganz persönlich danken wir Erzpriester Radu Constantin Miron von Herzen für sein außergewöhnliches ökumenisches Wirken und freuen uns auf die vielen Begegnungen, die noch vor uns liegen. Wir gratulieren ihm herzlich zu seinem 70. Geburtstag und wünschen ihm Gottes reichen Segen, Gesundheit, Freude und viele weitere Jahre seines segensreichen Wirkens.«

Ökumene als gemeinsamer geistlicher Weg

Für Radu Constantin Miron ist Ökumene kein Selbstzweck, sondern ein gemeinsamer geistlicher Weg der Kirchen. Er ist überzeugt, dass die Herausforderungen der Gegenwart – von Menschenwürde und Frieden bis zur Bewahrung der Schöpfung – nur im gemeinsamen Zeugnis der Christinnen und Christen glaubwürdig beantwortet werden können. Besondere Akzente setzte er in seiner Zeit in der ACK mit seinem Einsatz für das »Healing of Memories«, die Heilung der Erinnerungen, sowie für eine Ökumene auf Augenhöhe, in der die Perspektiven aller Kirchen ihren Platz haben. Er prägte die inzwischen geläufige Formulierung der »hierzulande kleinen Kirchen« für weltweit bedeutsamen Kirchen, die in Deutschland jedoch eine Minderheit darstellen.

Bleibende Verdienste

Zu seinen bleibenden Verdiensten zählen die Etablierung des Ökumenischen Tages der Schöpfung und sein maßgeblicher Beitrag zum Jubiläum »1700 Jahre Konzil von Nizäa«. Auch in Zeiten gesellschaftlicher und kirchlicher Spannungen blieb sein Handeln von dem Bemühen geprägt, die Einheit der Kirche zu bewahren und Versöhnung zu fördern.

Mit theologischer Klarheit, historischer Weitsicht, unverwechselbarem Humor und großer Integrationskraft prägt Erzpriester Miron die Ökumene in Deutschland konfessions- und generationsübergreifend nachhaltig. Die Geschichte der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland ist heute, ohne den Namen Radu Constantin Miron nicht zu erzählen.

 

Weiterführende Links

Sammlung von Predigten, Grußworten und Texten von Erzpriester Radu Constantin Miron: Auf der Website der ACK in Deutschland gibt es ein digitales Archiv mit zahlreichen Grußworten, Predigten und Texten aus der Amtszeit von Erzpriester Radu Constantin Miron (2019-2025):
www.oekumene-ack.de/ueber-uns/geschichte-und-grundlagen/geschichte/?Konfessionskunde

Zudem ist eine Auswahl seiner Texte als gedruckte Logien-Sammlung über den Shop der ACK erhältlich: »Ανθολογία-Sammlung, Erzpriester Radu Constantin Miron« (280 Seiten, mit farbigen Abbildungen, 10,- Euro)
shop.oekumene-ack.de/glaubenspraxis/159/anthologia-sammlung-erzpriester-radu-constantin-miron

Der Autor

Pastor Jens D. Haverland ist evangelischer Referent und Beauftragter für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der ACK. Kontakt: jens.haverland(at)ack-oec.de

Zur Information

ACK in Deutschland
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) wurde am 10. März 1948 von fünf Kirchen gegründet. Im Jahr 2026 gehören ihr zwanzig Kirchen unterschiedlicher Traditionen an, weitere fünf Kirchen sind Gastmitglieder und fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Schwerpunkte der Arbeit der ACK sind die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie das gemeinsame Gebet und der Kontakt zu anderen ökumenischen Organisationen. Die ACK gestaltet dazu unter anderem den jährlichen zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen, sie richtet den Ökumenischen Tag der Schöpfung aus, und auch die Vergabe des Ökumenepreises der ACK liegt in ihren Händen. Mitglieder, Gastmitglieder und Beobachter entsenden Delegierte in die Mitgliederversammlung, die zweimal im Jahr zusammenkommt. Seit März 2025 ist der anglikanische Priester aus Wiesbaden, Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, die »Ökumenische Centrale«, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main: www.oekumene-ack.de